Die Luftfeuchtigkeit liegt im gesunden Bereich. Normales Lüften genügt, um das Raumklima im Gleichgewicht zu halten.
Hannover liegt in der norddeutschen Tiefebene im Übergangsbereich zwischen maritimem und kontinentalem Klima. Die Stadt wird von der Leine durchflossen und befindet sich in der Nähe des Mittellandkanals sowie mehrerer Baggerseen, wie dem Maschsee. Diese Gewässer tragen durch Verdunstung zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit bei. Die vorherrschenden Westwinde führen feuchte Luftmassen von der Nordsee heran, die sich aufgrund der geringen Höhenlage von rund 55 Metern über NN und der dichten städtischen Bebauung, die die Luftzirkulation mindert, oft stauen. Dadurch ist die relative Luftfeuchtigkeit in Hannover im Jahresmittel tendenziell höher als in vergleichbaren Städten in geschützteren Lagen oder im Binnenland.
Eine gesunde relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Unter 40 Prozent wird die Luft zu trocken, und Schleimhäute, Augen und Haut können austrocknen. Holz und Möbel schwinden, Parkett bekommt Schwindrisse.
Über 60 Prozent steigt die Gefahr von Schimmelbildung und Hausstaubmilben deutlich, vor allem an kalten Oberflächen wie Außenwänden, Fensterrahmen und den Fugen hinter Schränken. Die Außenwerte auf dieser Seite sagen nichts über Ihr Raumklima aus, geben aber einen Anhaltspunkt für das Feuchteangebot, dem Ihr Gebäude ausgesetzt ist.
Monatsdurchschnitt der relativen Luftfeuchtigkeit in Hannover, auf Basis täglicher Messwerte.
| Stadt | Aktuelle rel. Luftf. | Entfernung |
|---|---|---|
| Hildesheim | 71% | 29 km |
| Salzgitter | 71% | 53 km |
| Braunschweig | 73% | 55 km |
| Minden | 71% | 56 km |
| Wolfsburg | 71% | 71 km |
In Innenräumen gelten 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit als gesund. Unter 40 Prozent ist die Luft zu trocken für Schleimhäute und Holz. Über 60 Prozent entstehen an kalten Oberflächen leichter Schimmel und Hausstaubmilben.
Der Jahresdurchschnitt in Hannover liegt bei 76 Prozent. Das bundesweite Jahresmittel im Freien liegt bei rund 80 Prozent. Örtliche Faktoren wie die Nähe zu Gewässern, die Bebauung und die Höhenlage sorgen für Unterschiede.
Die Werte werden täglich um 06:00 Uhr aktualisiert. Das Diagramm zeigt den Monatsdurchschnitt der vergangenen 12 Monate. Die Grundlage bilden historische Wetterdaten von Open-Meteo (ERA5-Reanalyse des ECMWF).
Lüften Sie täglich fünfzehn Minuten quer, mit gegenüberliegenden Fenstern, auch im Winter. Heizen Sie Schlafzimmer auf mindestens 16 Grad, um kalte Oberflächen zu vermeiden. Prüfen Sie, ob Lüftungsgitter und Abluftkanäle sauber sind. Bleibt der Wert dauerhaft über 60 Prozent, kann ein Luftentfeuchter helfen.
Niedrige Werte entstehen oft im Winter, weil kalte Außenluft nach dem Aufheizen trockener wird. Heizen Sie weniger stark, stellen Sie Pflanzen in Wohnräume und lassen Sie die Badezimmertür nach dem Duschen offen. Ein Luftbefeuchter ist eine Option bei Werten, die dauerhaft unter 30 Prozent fallen.
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