Hausstaubmilben gehören zu den häufigsten Auslösern allergischer Beschwerden im Haus. Die Milbe selbst ist harmlos, problematisch sind ihre Allergene, die sich in Matratzen, Bettwäsche und Textilien festsetzen. Wer Hausstaubmilben reduzieren will, setzt an drei Stellen an: im Schlafzimmer, beim Putzen und bei der Luftfeuchtigkeit. Das hängt eng zusammen mit Asthma und Allergien durch Feuchtigkeit.
Kurz gefasst
- Hausstaubmilben gedeihen bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit; bei über 60 % r. F. nimmt das Wachstum zu.
- Wer die Luftfeuchtigkeit unter 50 bis 55 % hält, bremst Milben und Beschwerden spürbar.
- Das Schlafzimmer ist der wichtigste Ansatzpunkt: Die größte Wirkung haben Encasings und Waschen bei 60 Grad.
- Putzen wirkt nur mit einem guten Filter und feuchtem Abwischen; trockenes Abstauben wirbelt den Staub erst recht auf.
- Ein leiser Luftentfeuchter mit Hygrostat hält die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer im richtigen Bereich.
Warum gerade Hausstaubmilben?
Hausstaubmilben gedeihen bei Wärme und erhöhter relativer Luftfeuchtigkeit. Ihre Allergene stammen aus Kot und Körperteilchen der Milben und gelangen in Staub, Matratzen und Textilien. Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung: weniger Milben, weniger Beschwerden.
Zuerst das Schlafzimmer
Den größten Hebel haben Sie im Schlafzimmer, denn dort verbringen Sie die meisten Stunden. Diese Punkte haben Vorrang.
- Verwenden Sie allergendichte Bezüge (Encasings) für Matratze und Kissen. Das hat die größte Wirkung.
- Waschen Sie Bettwäsche wöchentlich bei 60 Grad, wenn das Textil es zulässt.
- Halten Sie das Schlafzimmer kühl: Eine niedrigere Temperatur bremst das Wachstum und wird oft ohnehin als angenehmer empfunden.
- Vermeiden Sie textile Staubfänger wie schwere Vorhänge und große Teppiche; wählen Sie glatte Oberflächen.
Putzen mit Wirkung
Putzen hilft nur, wenn Sie die Allergene wirklich entfernen, statt sie aufzuwirbeln.
- Saugen Sie mit einem guten Filter, damit Allergene aufgefangen und nicht zurückgeblasen werden.
- Wischen Sie Oberflächen feucht ab. Trockenes Abstauben wirbelt den Staub erst recht auf.
- Reduzieren Sie Staubfänger: Bücherregale, Kuscheltiere und Sammlungen ziehen Staub an. Räumen Sie sie weg oder reinigen Sie sie häufiger.
Lüften Sie außerdem täglich, schon kurzes Stoßlüften hilft, und trocknen Sie feuchte Ecken. Feuchtigkeit aus Badezimmer und Waschküche verteilt sich im ganzen Haus; halten Sie beim Duschen die Tür geschlossen und schalten Sie danach die Lüftung ein.
Kinder und Kuscheltiere
Waschen Sie Kuscheltiere wöchentlich, oder stecken Sie sie 24 Stunden in einem Beutel ins Gefrierfach und klopfen Sie sie danach aus. So senken Sie die Allergenlast, ohne dass das Kuscheltier daran glauben muss.
Häufige Fehler
Lufterfrischer überdecken nur den Geruch und tun nichts gegen Allergene. Und übermäßiges Saugen mit einem undichten Staubsauger verteilt die Partikel erst recht. Die Qualität der Filterung ist wichtiger als die Häufigkeit.
In neun von zehn Fällen lässt sich im Bett am meisten erreichen: Encasings, Waschen bei 60 Grad und die Luftfeuchtigkeit senken. Der Rest ist Feinabstimmung.
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Kurz zusammengefasst
Der Schwerpunkt liegt im Schlafzimmer: Encasings, Waschen bei 60 Grad, wo das Textil es erlaubt, einfaches, aber wirksames Putzen und richtiges Lüften. So verringern Sie die Belastung durch Milbenallergene spürbar.
Zusätzlich hilft ein Luftentfeuchter
In der feuchten Jahreszeit oder bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit hält ein leiser Luftentfeuchter fürs Schlafzimmer die Luftfeuchtigkeit im Raum bei rund 45 bis 55 %, also in dem Bereich, in dem sich Hausstaubmilben weniger wohlfühlen. Achten Sie auf einen Nachtmodus und einen automatischen Hygrostaten. Schalten Sie das Gerät ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen ein und morgens nach dem Lüften noch einmal kurz. Ein Modell mit HEPA und Luftreinigung hält zusätzlich schwebende Allergene zurück.

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Quellen und gut zu wissen
Dieser Ratgeber orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) zu Hausstaubmilben: Waschen bei 60 Grad, Encasings, Lüften und Feuchtigkeitsbekämpfung. Dieser Artikel ist informativ und ersetzt keine ärztliche Beratung. Halten Ihre Beschwerden an, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt.
Häufig gestellte Fragen
Bei welcher Luftfeuchtigkeit sterben Hausstaubmilben ab?
Hausstaubmilben nehmen ihr Wasser aus der Luftfeuchtigkeit auf. Unter etwa 50 % relativer Luftfeuchtigkeit geht die Population zurück. Wer die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer bei rund 45 bis 55 % hält, bremst ihr Wachstum deutlich.
Hilft Waschen bei 60 Grad wirklich gegen Hausstaubmilben?
Ja. Waschen bei 60 Grad tötet die Milben ab und spült die Allergene weg. Niedrigere Temperaturen töten die Milbe nicht zuverlässig. Waschen Sie Bettwäsche also wöchentlich bei 60 Grad, wenn das Textil es zulässt.
Lohnen sich Encasings?
Für Allergiker ja. Allergendichte Bezüge schließen die Milbenallergene in Matratze und Kissen ein, sodass Sie sie nachts nicht einatmen. Es ist oft die Maßnahme mit der größten Wirkung.
Ist ein Luftentfeuchter oder Luftreiniger besser gegen Hausstaubmilben?
Ein Luftentfeuchter setzt bei der Ursache an: Er macht die Luft für die Milbe zu trocken. Ein Luftreiniger mit HEPA hält schwebende Allergene zurück. Am besten wirkt beides zusammen, und genau das bietet ein Gerät mit Luftreinigungsfunktion.
Wie oft muss ich bei einer Hausstaubmilbenallergie saugen?
Ein- bis zweimal pro Woche mit einem Staubsauger mit gutem Filter reicht für die meisten Haushalte. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Qualität: ein undichter Staubsauger bläst Partikel erst recht herum.